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Heide und Moore.

Ein Landschaftstraum in Violett

Grazile Wildpferde, Urrinder, kleine Tümpel und üppige Heideblüten: Ursprünglicher kann ein Ort kaum sein. Die Cuxhavener Küstenheide ist das größte Heidegebiet auf dem Festland an der deutschen Nordseeküste und lockt vor allem Erholungssuchende und Naturliebhaber an die frische Luft. Viele verwunschene Wege führen durch das knapp 900 Hektar große Naturschutzgebiet, das unter Spaziergängern, Radfahrern und Reitern ein beliebtes Ausflugsziel ist. Einen ganz besonderen Reiz hat der Ort im Spätsommer, wenn die unzähligen kleinen Blüten die Wiesen in ein kräftiges Violett tauchen. Die Blütezeit von August bis September ist für viele Hobbyfotografen der ideale Zeitpunkt, um die malerische Atmosphäre einzufangen. Für den Erhalt der Küstenheide sind ganz besondere „Gärtner“ zuständig: Auf Großkoppeln weiden urzeitlich anmutende Tiere wie Wildpferde, Wisente und Heckrinder, die eine Verbuschung der Heidelandschaft verhindern. Schaf- und Ziegenherden beteiligen sich ebenfalls an der Naturpflege. Auch kleinere Tierarten wie Heidelerchen, Rotmilane, Wildbienen und Kreuzottern fühlen sich in der Küstenheide wohl.

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Märchenmoor

Rastplatz für Kraniche, seltene Pflanzen, Rückzugs- und Erholungsraum – nicht nur für Naturverbundene ist das von blühenden Heidelandschaften umrahmte Dorumer Moor ein wahres Paradies. Moore speichern große Mengen CO2 und spielen daher ein bedeutsame Rolle für den Klimaschutz. Als Teil des Projekts »Moorland – für Moor und Klima« wurde das entwässerte Dorumer Moor wiedervernässt und kann nun wieder seinen wertvollen Beitrag als CO2-Speicher leisten.

Das mehr als 200 Hektar große Gebiet steht seit 2010 unter Naturschutz. Über einen wunderschönen Wanderrundweg wird das nord-östlich von Sievern gelegene Hochmoor erlebbar. Gesäumt wird der Weg von beeindruckenden Wallanlagen und Hügelgräbern. Sogar eine Burganlage gab es hier vor rund tausend Jahren. Von der Pipinsburg ist nur noch ein Erdwall erhalten.

Ganz in der Nähe der Wurster Küste liegt auch das Ahlenmoor. Verschiedene Wander- und Erlebniswege führen durch Torfmoosfelder und Moorheide, über Holzbohlenstege, durch nahezu unberührte Wälder und verträumte Seenlandschaften. Das Moorinformationszentrum MoorIZ in einem ehemaligen Torfwerk hat zahlreiche Angebote im Programm – wie zum Beispiel eine Entdeckungsreise mit der Moorbahn, bei der die Besonderheiten des Moores anschaulich und unterhaltsam erläutert werden. Die Moorbahnfahrten werden mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten angeboten. So gibt es neben Moor- und Klimafahrten auch eine vogelkundliche Moorbahnfahrt. Mit etwas Glück können dabei nicht nur Kraniche, sondern auch Braunkehlchen, Steinschmätzer und Baumfalke gesichtet werden – also unbedingt ein Fernglas mitnehmen. Um Elfen, Feen, Sagen und andere zauberhafte Geschichten geht es in Märchenfahrten, die besonders Kinder vom Moor begeistern wird.

Ein weiteres unter Naturschutz stehendes Moorgebiet gibt es östlich von Wanhöden in der Westerwannaer Moorgeest.

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Geheimtipp

Das Dorumer Moor ist ein Geheimtipp für ausgiebige Spaziergänge allein, mit Freunden oder der Familie. An der Bundesstraße L135 befindet sich ein Parkplatz (Pipinsburg), von dem aus man leicht zum ausgeschilderten Wanderweg gelangt. Auf Informationstafeln entlang der Wege erfahren Sie mehr über dieses einzigartige Naturschutzgebiet.

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Unterwegs im Ahlenmoor

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