Das Rauschen der...


Spielplatzvorfreude.

Nr. 2 Spielplatz Wremen

 

 

Auch wenn dieses Format „Deichgeflüster“ heißt, müssen wir in diesem Fall gar nicht allzu leise sein. Eigentlich könnte man es sogar viele glückliche Kinderstimmen herausschreien lassen: Wremen hat einen neuen Spielplatz!

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, schon vorab etwas genauer hinzusehen…

Bei strahlendem Sonnenschein treffen wir gleich vier der Beteiligten. Unser Bestechungsversuch in Form von Kuchen funktioniert, sodass wir einen kurzen Plausch mit Matthias, Stefan, Johann und Knuth halten können.

Die vier sind zur Hälfte passionierte Spielplatzdesigner und zur anderen Hälfte Garten- und Landschaftsbauer. Matthias – ein Holzbildhauer – und Knuth – ein Spielplatzprüfer - sind aus ihrer Heimat Hamburg angereist, um ihr Projekt „Spielplatz im Nordseebad Wremen“ vor Ort zu beenden und ihm vor allem den letzten Schliff zu geben.

Stefan und Johann sorgen für den festen Grund, das Fundament, der neuen Spielgeräte und unterstützen beim Aufstellen der naturnah anmutenden Holzelemente. Viel zu bescheiden geben sie sich – und das trotz der wirklich wichtigen Aufgabe und der  Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet. Schließlich muss der Spielplatz künftig nicht nur dem Gewicht etlicher Kinderfüße standhalten, sondern auch dem hin und wieder unerwartet rauem Nordseewetter.

Das Erste, das dem Betrachter der Szenerie beim Betreten der Baustelle in der südlichsten Ortschaft der Wurster Nordseeküste in den Sinn kommt? Kernige Typen! Die bereits aufgestellten Spielgeräte sprechen optisch eigentlich schon für sich. Ein Kutter aus Holz, Fischkisten zum Sitzen mit verspielten Details und eine Wasserpumpe die schon beim bloßen Anblick für Kribbeln in kleinen und großen Menschenherzen sorgt! Ihr Zweck? Matsch erzeugen!

Wir finden’s großartig.

Dennoch lassen wir die vier nicht so leicht vom sprichwörtlichen (Angel)Haken und steigen direkt mit einer der schwersten Fragen, die es für Auswärtige an der Wurster Nordseeküste gibt, in unser Mini-Interview ein: „Warum heißt das hier eigentlich so?! Wurster Nordseeküste?“

Matthias schmunzelt und berichtet, dass diese Frage wohl schon aufgekommen sei. Unser ermahnender Blick zeigt Wirkung, sodass Stefan und Johann – zwei quasi Einheimische - sich auf die Zunge beißen und Matthias weiter raten lassen. Nun ja… mit Wurst habe das wohl nichts zu tun; ob der Name vielleicht landschaftlichen Ursprungs ist?

Gut geraten!

 

 

 

 

Doch nicht nur diese Antwort stellt uns zufrieden. Auch die immer gern gestellte „Entweder-oder-Frage“ beantwortet man uns ohne Umschweife; und das auch noch mit einer guten Begründung: „Matthias, du als Spielplatzkreativer: Wackelbrücke oder Federtier?“ 

Aus seiner Sicht macht das Federtier klar das Rennen. Und das nicht nur, weil die Tierchen so niedlich sind, sondern weil deutlich mehr Kreativität für ihre Entwicklung nötig sei.

Die Leidenschaft und Kreativität sieht man aber nicht nur, man hört sie auch. Während eines Gruppenfotos für diesen Artikel (natürlich mit entsprechendem Abstand) fragen wir ins Blaue hinein, was denn nun das jeweils persönliche Lieblingsspielgerät in Wremen sei. Nach einer kurzen Bedenkzeit einigt man sich schließlich auf den trocken liegenden Kutter. Ein Unikat, das es so noch nie gegeben hat.

Zurück zu den wichtigen Fragen unserer kurzen Zusammenkunft kommen wir darauf zu sprechen, was denn nun aus Sicht der Hamburger Gäste (die übrigens aus unerfindlichen Gründen noch nie privat an der Wurster Nordseeküste waren) den Unterschied zur ihnen schon länger, von anderen Spielplatzprojekten, bekannten Ostseeregion ausmacht. „Ruhe.“ ist die einhellige Antwort auf diese Frage. Verbunden mit ein wenig unterschwelligem Sarkasmus wird schmunzelnd noch „Ich wusste nicht, ob es sie gibt – aber ich habe sie gesehen. Die Nordsee!“ ergänzt.

Wir verstehen gar nicht, was er meint.

Trotz allem Sarkasmus kann man wohl festhalten, dass das Wremer Projekt eine absolute Herzensangelegenheit ist. Spätestens mit der Geschichte eines extra für Wremen in einem Onlineportal erstandenen Einzelteils wird deutlich: Hier wurde mit Leidenschaft geplant und gearbeitet. Bei diesem Teil handelt es sich nämlich um ein Relikt der Vergangenheit, das unerwartet eine zweite „Amtszeit“ auf dem neuen Wremer Spielplatz fristen darf: Ein originales Krabbensieb! Eingebaut in eines der Spielgeräte darf es noch einmal zeigen was es kann. Und wer nah genug heran geht wird sie riechen… Die zahllosen Krabben, die schon auf ihm hin und her gerüttelt worden.

Viel Spaß beim Entdecken!

 

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